6. Frankatur und Zahlen

Inlandporto der Ansichtskarten

Im laufe der Zeit änderte sich auch das Porto für Karten. Zu Beginn betrug es 5 Rp. während den 46 Jahren von 1870 bis 1918; dann 3 Jahre lang 7 1/2 Rp. bis 1921. Wiederum 46 Jahre blieb das Inlandporto bei 10 Rp. bis 1967. Dann stieg es in kurzen Zeiträumen:
 - ab 1967    20 Rappen
 - ab 1973    30 Rappen
 - ab 1976    40 Rappen
 - ab 1984    50 Rappen
 - ab 1991    60 Rappen B-Post,   80 Rappen A-Post
 - ab 1991    70 Rappen B-Post,   90 Rappen A-Post

die Briefmarkensprache 

Findige Köpfe fanden, dass man mit der Briefmarke nicht nur das Porto bezahlen kann, sondern auch noch geheime Nachrichten übermitteln kann. So entstand die Briefmarkensprache. Also passen sie auf, wenn sie das nächste mal eine Briefmarke schräg auf den Kopf gestellt aufkleben, an wen sie gerichtet ist!

Durch die eidgenössische Post versandte Post- und Ansichtskarten
im In- und Ausland

1890      16.9 Millionen
1895      21.3 Millionen
1900      55.2 Millionen
1905      83.7 Millionen
1910   102.3 Millionen
1911   109.5 Millionen
1912   109.3 Millionen
1913   112.5 Millionen
1914     76.7 Millionen

1947/48 95.5 Millionen

1995 ca. 100 Millionen,
davon etwa 55%
Ansichtskarten.

Diese Zahlen machen nochmals die Entwicklung der Post- und Ansichtskarten klar. Von knapp 17 Millionen im Jahre 1890 bis über 112 Millionen im Jahre 1913. Nach Beginn des ersten Weltkriegs kam 1914 ein abrupter Rückgang, der bis nach dem 2. Weltkrieg anhielt. 1947/48 wurden noch 95.5 Millionen Karten verschickt. Der Anteil an Ansichtskarten betrug ca. 40%. Heute befördert die Post in der Schweiz rund 55 Millionen Ansichtskarten und 45 Millionen Postkarten. Also wieder etwa soviel wie 1910, aber bei doppelt Einwohnerzahl und bei viel mehr Tourismus.



Rheinfall 1896 

Die Anzahl Karten, die es von einem Ort gibt, ist sehr unterschiedlich. Von touristischen Sehenswürdigkeiten, wie zum Beispiel vom Rheinfall, gibt es tausende verschiedener Karten.

Beggingen

Hallau

Gächlingen

Beringen

Löhningen

Von kleineren Orten gibt es nur wenige Exemplare. Die Grösse eines Ortes allein ist aber nicht ausschlaggebend. Massgebend war auch die Wichtigkeit oder Bedeutung eines Ortes. Häufige Nachfrage nach Karten gab es auch durch die Einquartierung von Militär. Davon profitiert hat auch Schleitheim, das für seine Grösse viele Ansichtskarten aufweisen kann.







Aus der Region gäbe es schöne Sammlungen von Siblingen und Hallau, etwas kleinere von Gächlingen, Wilchingen, Neunkirch, Beringen noch kleinere von Beggingen und Löhningen, wenige Karten gibt es von Hemmental, Oberhallau und Guntmadingen.







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